Das Bild bin ich (oder?)

 

In den Anfangszeiten der Fotografie war das Anfertigen eines Portraits etwas sehr Kompliziertes, wofür man viel Geld und Hilfe benötigte.

 

Heutzutage kann dies jeder mit seinem Smartphone erledigen. Es werden täglich mehr als schätzungsweise eine Million so genannter Selfies aufgenommen. Doch was bringt uns der Blick auf uns selbst? Nur zum äußeren Schein will es ein Andenken sein an eine spezielle Nacht und wie man darin ausgesehen hat? Oder ist es eher ein Abbild, einzig dem Zweck gewidmet, sich der Welt in jener Form zu zeigen, in der man von ihr gesehen werden will.

 

Kann man dieses Bild nicht auch dazu verwenden einen Blick von außen auf sich zu richten. Eine Selbstbeobachtung. Warum wollen wir gesehen werden? Wie sehen wir uns selber?

 

Können wir hiermit eine Version der Persönlichkeit kreieren, die wir gerne sein möchten, und letztendich zu dieser Persönlichkeit werden? Geht es auch darum, auf welche Art und Weise Persönlichkeit dargestellt werden kann? Ist es letztendlich eine Art von Transformation einer Version des Ichs?

 

Und funktioniert dies von Außen nach Innen?

Oder entsteht  eine Wandlung vom Innen nach Außen?