Innere und äussere Hindernisse sind kein Zufall

Aus höherer Sicht gesehen, sind unsere inneren Hindernisse maßgeschneidert, um als Prüfungen uns dort zu helfen, wo wir aus eigenem Antrieb noch nicht die Kraft haben, Fehlhaltungen als solche zu erkennen, um uns von ihnen freiwillig zu trennen.

 

Deshalb begleiten uns unsere Läuterungen mit den Reifungsschmerzen von Stufe zu Stufe. Die Prüfungen werden zugleich leichter und schwerer. Leichter werden sie, da wir vertrauter werden mit den Abläufen dieser Läuterungsprozesse. Sie sind jeweils unserer derzeitigen Stufe so angepasst, dass wir in unseren Möglichkeiten weder überfordert noch unterfordert werden. Schwerer werden sie, weil der Weg selbst immer steiler ansteigt.

 

Die Sichtweisen und Denkmuster unserer eigenen Egozentrik sind so in uns verwoben, dass wir aus eigener Kraft sie gar nicht auszumerzen imstande sind.

 

Deswegen sind die schmerzlichen Läuterungen im Grunde eine Gnade, weil sie auch in jene Nischen und Schlupfwinkel unseres tiefen Inneren im Unterbewusstsein klärend, ordnend und reinigend vorzudringen vermögen, wenn wir sie nicht daran hindern.

 

 

Finden wir aber den Mut, mit Geduld und Vertrauen uns dieser Läuterung zu überlassen, dann verliert selbst die innere Verlassenheit ihre Schrecken.